Hauptfutter Heu?

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Ernährung der Vorfahren

Die wilden Ahnen unserer Hausmeerschweinchen stammen aus der Gegend von Peru, einer zwar kargen aber dennoch feuchten Umgebung wo alle für sie wichtigen Pflanzen wachsen.
Hauptnahrung dieser Tiere sind Gräser, ergänzt von Wildkräutern, Zweigen samt Rinde, Blättern und Wurzeln.
Daran haben sie sich über viele Jahrtausende optimal angepasst.
Als der Mensch begann sie zwischen 5.000- 2.000 vor Chr. zu domestizieren, blieb ihre Ernährung relativ ähnlich.
Einziger Unterschied ist eine leichte Anpassung an Gemüsegrün und-Reste, anders als bei Kaninchen die sich erst seit etwa 500 vor Chr. In menschlicher Obhut befinden.

 

Anforderungen der Tiere an ihre Ernährung

Aufgrund der vorhandenen Ernährungsphysiologie brauchen Meerschweinchen eine strukturreiche, frische, aber relativ energiearme Kost.
Die sind darauf ausgelegt ständig zu fressen, sonst gibt es Probleme mit Zähnen und Verdauung.
Gleichzeitig aber auch darauf mindestens den Großteil ihres Wasserbedarfs darüber zu decken, eine zu trockene Ernährung bringt das Gleichgewicht durcheinander und provoziert Erkrankungen.

 

Heu ist doch nur getrocknete Wiese!??

Genau die Trocknung ist hier das Problem.
Hierbei verliert es massig Nährstoffe ( 30-50% ) und Wasser (von 80-85% auf 12-18% ).
Der Nährstoffverlust während der Lagerung beträgt weitere 5% pro Monat.
–> http://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/getrocknet_oder_frisch.htm

 

Was sollte dann Hauptfutter sein?

Als Hauptfutter eignet sich eine strukturreiche, frische, aber relativ energiearme Kost. Bedeutet entweder Frisches von draußen (Gräser, Kräuter ect.) oder blättriges Frischfutter (Bittere Salate, Kohl, Küchenkräuter, Gemüsegrün, fressbare Zimmerpflanzen wie Kriechendes Schönpolster) in Massen. Dadurch ist der Speiseplan noch nicht vollständig, aber dies sollte die Grundlage bilden.

Wozu dann noch Heu?

Heu dient vor allem bei der wiesenlosen Ernährung der Aufwertung an Struktur. Außerdem ist es ein tolles Beschäftigungsmaterial und wird von den Wutzen gerne als Überstreu genommen.Dieser Text rät nicht davon ab Heu zu füttern, sondern nur davon Heu als Hauptfutter zu reichen.

Ein Beispiel der Fütterung in Südamerika (Achtung es sind tote Tiere zu sehen)