Ist Forsythie für Meerschweinchen und andere Kleintiere fressbar?

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Ist Forsythie für Meerschweinchen und andere Kleintiere fressbar?

 

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.
Die Kritiker verneinen dies eindeutig, da sie (nach den bekannten Quellen) bei Menschen in großen Mengen zu Unwohlsein, Übelkeit und Bauchweh führen kann.
Wobei hier zu erwähnen ist, das sie an zahlreichen Stellen als ungefährliche Bepflanzung für Spielplätze, Grünflächen von Kindergärten und auch für den heimischen Garten bei Babys und Kleinkindern empfohlen wird.
Einfach, da kleine Kinder ohnehin beaufsichtigt werden sollten wenn sie draußen spielen und sie selbst unbeaufsichtigt kaum genug davon essen würden um eine Reaktion hervorzurufen.
Die hübschen Blüten sind beispielsweise extrem bitter.

 

botanikus

 

Schaut man sich mal bei bekannten Giftdatenbanken um, taucht die Forsythie dort gar nicht auf.
Auch nicht mit ihrem lateinischen Namen Forsythia.

Weder die umfangreiche Datenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie in Zürich,
noch die bekannte Datenbank von Botanikus listen sie.
Letztere ist bei den Angaben immer sehr vorsichtig und listet auch Dinge die eigentlich problemlos fressbar wären.

Als giftig gelistet ist sie nur auf einigen Websiten über die Tierhaltung, wobei die Anzahl von ihnen abnimmt.
Auf immer mehr Seiten wandert sie von „giftig“ zu „fressbar“

Schaut man sich dann mal an worauf sich die Seiten und Foren berufen, die sie als giftig einstufen, findet man da allerhöchsten den Link zur

clinixInformationszentrale gegen Vergiftungen des Zentrums für Kinderheilkunde.
Dort steht als mögliche Folge des Verzehrs:

Der Verzehr größerer Mengen an Samen, Früchten, Blättern oder Blüten kann zu Unwohlsein mit Übelkeit, Bauchschmerzen und eventuell Durchfall führen.

Diese Seite bezieht sich allerdings auf (kleine) Kinder und nicht auf Tiere, erst recht nicht auf die pflanzenfressende Kleintiere die viel unempfindlicher sind.
Quellen die besagen, dass es auch für sie giftig ist, sucht man schlicht vergeblich.

Befragt man nun noch die Halter die sie meist schon seit jeher füttern, besonders die Generation vor aufkommen des Webs, stößt man nur auf Unverständnis bei der Aussage „Forsythie ist giftig“. Sie haben weder davon etwas gehört, noch irgendwelche Probleme festgestellt.
Mögliche Spätfolgen beziehungsweise Organprobleme suchte man an den Innereien von Schlachtkaninchen auch vergeblich, was sonst einen guten Indikator für schlechte Futtermittel darstellt.